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Ter­min Details

Die­ser Ter­min endet am 08 Juli 2023


Es gibt kaum eine Stö­rung, die öffent­lich so kon­tro­vers dis­ku­tiert wird wie das AD(H)S. Schnell ist die Rede von „Mode­dia­gno­se“, die bei vie­len auf Gegen­wehr stösst; wer­den ent­spre­chen­de medi­ka­men­tö­se Behand­lungs­mass­nah­men ergrif­fen, ist schnell von Hirn­do­ping oder einem Ruhig­stel­len der Pati­en­tIn­nen die Rede. Fakt ist, dass Men­schen mit AD(H)S in gewis­sen Belan­gen etwas anders funk­tio­nie­ren.

Vor dem Hin­ter­grund die­ses gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Kon­texts stel­len sich für dia­gno­sti­zie­ren­de und behan­deln­de Psy­cho­the­ra­peu­tIn­nen spe­zi­fi­sche Fra­gen: Wie kön­nen wir einen ethisch-kor­rek­ten Umgang mit dem Phä­no­men fin­den? Wie kann man dif­fe­ren­zie­ren, wo in erster Linie Druck von aus­sen besteht, eine mensch­li­che Funk­ti­ons­wei­se zu benen­nen und wo wah­rer, inne­rer Lei­dens­druck bei den Betrof­fe­nen selbst herrscht? Kul­tu­rel­le Aspek­te sind hier nicht aus­ser Acht zu las­sen.

Nach einem kur­zen Ein­blick in die aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se zu Sym­pto­ma­tik, Ätio­lo­gie und Grund­la­gen der Dia­gno­stik soll ins­be­son­de­re das Erle­ben von Betrof­fe­nen, d.h. von Kin­dern und Jugend­li­chen wie auch von Erwach­se­nen mit­tels Text- und Fall­bei­spie­len Raum bekom­men.

Die the­ma­ti­sche Nähe zum Kon­zept der mitt­le­ren Cha­rak­ter­struk­tur „Auf­merk­sam­keits­sen­si­bi­li­tät“ soll dis­ku­tiert wer­den – Über­schnei­dun­gen lie­gen auf der Hand, zwi­schen den bei­den Kon­zep­tio­nen bestehen jedoch auch Unter­schie­de.

Posi­ti­ve Aspek­te bzw. Res­sour­cen sowie the­ra­peu­ti­sche Zugän­ge kom­men eben­falls zum Zuge. Neben all dem Kon­flikt­po­ten­ti­al, das eine Auf­merk­sam­keits­stö­rung im beruf­li­chen und pri­va­ten All­tag, ins­be­son­de­re in der Part­ner­schaft mit sich bringt, birgt sie auch Leben­dig­keit, krea­ti­ve Schät­ze und Ideen­reich­tum. Wenn man sich wirk­lich auf die­se AD(H)S‑Welt ein­lässt, kann dies eine enor­me Berei­che­rung für das eige­ne Leben dar­stel­len.

 

Lei­tung:
Kat­ja Gmün­der
eidg. aner­kann­te Psy­cho­the­ra­peu­tin mit Zer­ti­fi­kat GFK
Fach­psy­cho­lo­gin für Psy­cho­the­ra­pie FSP
Kurs­lei­te­rin, Super­vi­so­rin und Lehr­the­ra­peu­tin

Ter­min:
Sams­tag, 08. Juli 2023, 9.15–16.45    8 UE (6 Stun­den)

Ort:
Pra­xis­ge­mein­schaft Kon­rad­stras­se 54, I. Stock, 8005 Zürich

Kosten:
CHF 180

Anmel­dung:
Tel. 043 817 41 24 oder mail@gfk-institut.ch