Die psychotherapeutische Arbeit mit Suchtmittelabhängigen stellt für Therapeuten/innen oft eine besondere Herausforderung dar und wirft viele Fragen auf: Muss jemand vollständig abstinent sein, um von einer Therapie zu profitieren? Wie soll man in der Therapie mit „Rückfällen“ umgehen? Wie mit anderen Störungen und Krisen im therapeutischen Prozess? Wie kann man immer wieder zu einer personzentrierten Grundhaltung zurückfinden, auch wenn sich ein Patient, eine Patientin „destruktiv“ verhält?
An diesem Kurstag werden wir uns mit theoretischen Grundlagen zur Entwicklung, Aufrechterhaltung und Psychotherapie von Abhängigkeitserkrankungen beschäftigen. Wir werden der Frage nachgehen, welche Chancen und welche Risiken bei Psychotherapie mit Suchtmittelabhängigen bestehen und daraus Überlegungen bezüglich der Indikation und Durchführung von Psychotherapien herleiten.
Vor dem Hintergrund einer personzentrierten Grundhaltung soll gezeigt werden, wie es gelingen kann, zusammen mit den Patienten/innen nach möglichen Veränderungsschritten zu suchen, Verantwortlichkeiten zu klären und Störungen in der therapeutischen Interaktion und im Therapieverlauf zu bewältigen.
Das Therapieprogramm der Klinik Südhang und das Modell Mensch und Sucht werden vorgestellt.
Dieser Kurstag ist für Studierende mit geplantem Psychotherapieabschluss der Weiterbildungsgruppe b24 verbindlich
Sarah Hügli
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, eidg. anerkannte Psychotherapeutin mit Zertifikat in personzentrierter und experienzieller Psychotherapie – körperorientiert, Kursleiterin, Lehrtherapeutin und Supervisorin am GFK Institut, Sexualtherapeutin IBP
Termin:
Samstag, 6. März 2027, 9.30-17 8 UE (6 Stunden)
Ort:
Klinik Südhang, Südhang 1, 3083 Kirchlindach
Kosten:
CHF 210
CHF 190 für SGfK-Mitglieder
Anmeldung:
Tel. 078 222 37 58 oder mail@gfk-institut.ch